03. Februar 2019

Miserables Weihnachts-Pädagogikpaket

Soeben ist bekannt geworden, dass in der Giftküche des Ministeriums unter dem Kürzel "iKPM" (für "individuelle Kompetenz- und Potenzialmessung") bereits das nächste aberwitzige Vorhaben brodelt: Der im Regierungsabkommen angedrohte "Talente-Check". Was in anderen Ländern mit 15/16 Jahren erfolgt, soll österreichischen Achtjährigen in der dritten Volksschulklasse zugemutet werden.

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03. Februar 2019

Der Mini-Numerus-Clausus

Zitiert aus

„Der Mini-Numerus-Clausus. Das Semesterzeugnis der vierten Klasse Volksschule entscheidet über die Gymnasialreife eines Kindes. Wann wird dieser Anachronismus abgeschafft?“ Barbara Toth im Falter 4/19.

Bildungsforscher Michael Bruneforth: „Im Extremfall haben wir in einer Klasse Schüler sitzen, die von ihrer Leistung her bis zu zweieinhalb Jahre auseinanderliegen. … Im Schnitt kann man davon ausgehen, dass ein Drittel um ein Lernjahr voraus ist und ein Drittel um ein Jahr hinten nach. … Wir müssen die bestehende Vielfalt im Schulsystem akzeptieren und bearbeiten. Homogenität durch Selektion zu schaffen ist eine Illusion!“.

27. August 2018

Bildungspolitik zwischen Bildungsregression und Vorgaberegimen

Androsch – Kapsch in Zitaten (aus Die Presse vom 22.8.2018)

"Man kann nur sagen, wir haben eine Bildungsregression, etwa bei der vorschulischen Betreuung", sagte Androsch.

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07. August 2018

Bildungspolitik, eine Türkis-blaue Bildungslücke

Die Regierung Kurz redet viel über die Reform des Sozialstaates. Gleichzeitig macht sie keine Anstalten, durch Bildungspolitik eine Entwicklung zu verhindern, die von künftigen Generationen jeweils ein Fünftel lebenslang von den Sozialsystemen abhängig machen könnte.

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03. Mai 2017

Die "Schulautonomie": guter Klang, wenig Effekt

Bemerkenswert klar Worte von Othmar Pruckner im "Trend"/ Nr. 18/2017: "Der größte Teil der Bewerber um eine Lehrstelle kommt aus der Neuen Mittelschule und der Polytechnischen Schule ..... In diesen Schulen sitzt, vor allem im städtischen Bereich, das untere Drittel der Gesellschaft. Hier sitzen die Abgehängten, die Außenseiter, die Sprösslinge der bildungsfernen Schichten. Hier sitzen Kinder von Asylanten und Migranten. ... Dieser Tage wird das 'Schulautonomiepaket' endverhandelt. Wie auch immer der Kompromiss aussieht: Eine ordentliche Schulreform wird das noch lange nicht."

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03. Mai 2017

Frühlingsblütenlese zur Schulreform

  • Initiativanträge zur Schulreform durch die Sozialpartner?
  • Gesamtschule im Zillertal?

Lt. Standard vom 7.4.2017 hat Wirtschaftskammer-Präsident Leitl zuletzt in den Raum gestellt, dass Abgeordnete der Sozialpartner im Parlament Initiativanträge zur Schulreform einbringen könnten, wenn die Regierung bis zum Sommer nichts weiterbringe.

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15. Februar 2017

Unser Zitat: Bernhard Heinzlmaier im Gespräch mit dem „Standard“ zum Thema Lehrausbildung

Wenn wir nur die fachlichen Qualifikationen im Auge haben, werden die Jugendlichen der unteren Sozialschichten niemals konkurrenzfähig im Wettbewerb mit den Kindern aus den Mittelschichten werden.

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18. Dezember 2016

Die Interpretation der PISA – Ergebnisse - eine Verwirrspiel!

Widersprüchliche Aussagen über das Abschneiden von Jugendlichen mit Migrationshintergrund  sind Gift für eine sachorientierte öffentliche Debatte! 

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22. September 2016

Zitat: Wifo-Chef Christof Badelt zur Gesamtschule

"Es gibt natürlich auch in der Bildung Ineffizienzen. Wenn man hier Reformen setzt – etwa eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen mit ausgeprägter innerer Differenzierung, die Spitzenbegabungen massiv fördert und Kinder mit Schwächen individuell unterstützt – dann würde das unter dem Strich zwar mehr kosten, aber auch eine höhere Qualität bringen. Ich verstehe, dass jemand vehement das Gymnasium verteidigt, wenn es berechtigte Sorgen vor einer Nivellierung nach unten gibt."

Zitat aus “Die Presse“ v. 10.9.2016

16. September 2016

Angekündigte Revolutionen …

WK-Präsident Christoph Leitl, ÖGB-Präsident Erich Foglar und IV-Chef Georg Kapsch fordern eine Bildungsrevolution.

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05. September 2016

Eine glasklare Analyse, der nichts hinzuzufügen ist:

Zitat Andreas Salcher im Kurier vom 4.9.2016

„Die ohnehin nicht sehr ambitionierten Pläne zur Bildungsreform vom November des Vorjahres sind zu 95 Prozent (!) unerfüllt geblieben, obwohl es ganz genau Deadlines für die Umsetzung gibt. Die gesamte Energie der Entscheidungsträger ist in den Kampf um die Lehrer zwischen Bund und Ländern und die Prozentzahlen der Gesamtschulen in den Bildungsregionen gegangen. Ich kenne keinen relevanten Politiker, der unter vier Augen daran glaubt, dass es noch zu einer großen Bildungsreform kommen wird. Diese ist de facto abgesagt, das traut sich nur niemand zu sagen. Dass so wenig passiert, hat selbst mich überrascht. Ich appelliere jetzt an die Entscheidungsträger beider Regierungsparteien, dass sie das Thema der Schulorganisation abhaken sollen. Das ist ein Machtkonflikt, wo keiner einen Millimeter nachgeben wird und steckt die Energie in Reformen, die machbar sind. Aber auch hier muss man sich trauen, einige Tabus anzugehen.“

14. Januar 2016

Gesamtschule – Eine Türschild-Debatte?
Ein Kommentar zum Türschilder-Streit!

Dr. Irmgard Griss: „Nein, ich glaube auch nicht, dass das Taferl entscheidend ist. Wichtig sind die Motivationen der Lehrer, die Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird, und ihre Ausbildung. Die Gesamtschuldebatte lenkt ab, sie ist viel zu ideologisiert. Wenn die Gesamtschule kommt, werden Familien, die es sich leisten können, ihre Kinder in Privatschulen schicken.“

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16. November 2015

Schulreform: Der Mythos vom Neustart

Angesichts der Menge an Reformen kann in der Bildungspolitik von Stillstand de facto nicht gesprochen werden … Die Frage ist daher nicht die Größe der Reform, sondern wie die Politik auf den Boden gebracht werden kann und warum eine derart universelle Wahrnehmung des Stillstandes entsteht.

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24. Februar 2015

Verländerung unter dem Titel Autonomie

Lorenz Lassnigg im Gespräch mit dem Standard v. 21.3.2015: „Auf der Not-to-do-Liste ganz oben steht für Lassnigg auch die vorerst bis Sommer vertagte "Verländerung" aller Lehrerinnen und Lehrer, also die Verschiebung in die Zuständigkeit der Länder - bei weiterer Finanzierungspflicht des Bundes. Das wäre für den IHS-Experten "das Absurdeste, was man machen kann ...

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23. Januar 2015

Bildungsreformkommission

Zitat Harald Walser: 

"Noch bevor sich die Bildungsreformkommission zu ihrem ersten Gespräch trifft, betonieren die Landeshauptleute ihre Wünsche schon via Medien ein", kritisiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen und ergänzt: "Wieder geht es hauptsächlich um Macht und Einfluss auf die Schulen, wollen doch die Landeschefs weiterhin alle Lehrkräfte in ihren Einflussbereich bringen". Walser verweist auf die im Vorfeld des Treffens bekannt gewordenen Forderungen des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll und warnt: "Angesichts des Proporzsystems in den Landesschulräten ist das eine gefährliche Drohung für unser Schulsystem."

OTS0134 II, CI 21.01.2015 12:23:49