20. Mai 2021

Ein Plädoyer für mehr Großzügigkeit in der Matura-Debatte

Wir zitieren: Janko Ferk (Jurist, Schriftsteller, lehrt an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)

"Ich bin überzeugt, dass man sich mit etwas Großzügigkeit, die uns in unserem Kleinstaat immer fehlt, auch für eine andere Lösung als die kompromissbehaftete Corona-Matura mit drei Fächern hätte entscheiden können.

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06. Dezember 2020

"Trotz hoher Ausgaben keine digitale Bildung"

„Die Regierung hat es leider verabsäumt, den Sommer für die Erstellung eines Notfallplanes zu nutzen, der dafür sorgt, dass Kinder zu Hause zumindest via Videokonferenz unterrichtet werden können. ... Oft hing es einzig und allein von der Lehrkraft ab, ob die Schüler während den Schulschließungen eine gute Betreuung hatten oder nicht!" (Agenda Austria v. 9.11.2010)

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04. Mai 2020

Wir zitieren:

Hannes Androsch zum Bildungsbereich, also einem Schwerpunkt sozialdemokratischer Gesellschaftspolitik:

 „Hierzulande ist die soziale Mobilität deutlich geringer als in vielen anderen Ländern, hier wird ein beträchtlicher Teil des sozioökonomischen Erfolgs oder auch Misserfolgs von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Diese „Bildungsvererbung“ bedeutet nichts anderes, als dass beispielsweise nur 15 Prozent der Söhne von Vätern aus dem untersten Einkommensviertel im Haupterwerbsalter in das oberste Erwerbsviertel aufsteigen. Wer also in diese soziale Gruppe hineingeboren wurde, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von über 40Prozent auch dort bleiben.“

Zitiert aus „Österreichische Sozialdemokratie seit 1889“

Edition Brandstätter

30. April 2020

„Nächstes Mal müssen Lehrer besser vorbereitet sein“

Die Lehrer seien beim Distance Learning alleine gelassen worden, kritisiert der liberale Thinktank Agenda Austria. Es müsse für eine bessere Lehrerfortbildung gesorgt werden. In den vergangenen Wochen habe es beim Distance Learning „relativ viel Chaos“ gegeben. „Die Lehrer wurden alleine gelassen.“ Sie hätten sich die Programme, mit denen der Unterricht zu Hause fortgeführt wurde, gegenseitig erst beibringen müssen. Mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen an den einzelnen Standorten. „Der stets angekündigte Masterplan für die Digitalisierung der Bildung wird während der Corona-Pandemie schmerzlich vermisst.“ 

Zitiert aus Die Presse v. 29.4.2020

K.S.

10. März 2020

Aufnahmeprüfung durch die Hintertür

Wie geht es  in der Bildungspolitik weiter? Wir zitieren aus einem Beitrag von Heidi Schrodt im neuen MO-Magazin für Menschenrechte

„Der größte Sündenfall im Regierungsprogramm aber sind die verschärften Zugangsbedingungen zur AHS. Man kann es getrost die Wiedereinführung einer Aufnahmeprüfung durch die Hintertür nennen. Die im 1. Semester der 3. Klasse Volksschule durchgeführte individualisierte Kompetenzfeststellung soll künftig bereits ein erstes Kriterium für die AHS-Reife darstellen.

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05. Januar 2020

Grüne bringen Umwelt-Wende- aber nicht mehr

Es ist eine Schande, dass ein Regierungsprogramm des Jahres 2020 zur so notwendigen Bildungsreform nichts anderes zu bieten hat als – zugegeben großartige – Laptops für jeden Schüler, die schon Türkis-Blau versprochen hat. Und es ist der einzige Fehler im Personalpaket, dass Kurz der Mut gefehlt hat, „Bildungspapst“ Salcher zum Reformminister zu machen, und dass er stattdessen mit „Oldtimer“ Faßmann die bildungspolitische Untätigkeit der letzten Regierung fortsetzen will.

Wolfgang Fellner, „Österreich“ am 3. Jänner 2020

29. November 2019

Die liberale Denkfabrik Agenda Austria fordert mehr Geld für Brennpunktschulen.

Das Geld soll nicht mit der Gießkanne auf Schulen verteilt werden. Standorte, die von mehr Kindern mit Migrationshintergrund bzw. von Schülern aus sozioökonomisch schwachen Familien besucht werden, sollten mehr Geld als andere bekommen. Das soll Brennpunktschulen helfen.

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29. November 2019

Zitaten-Potpourri

PISA, Bildungspolitik, Schulbau, bildungspolitischer Klimawandel, ganztägige Schulformen, Schulautonomie ...

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09. Oktober 2019

„Die Macht der Torheit im Schulsystem“

Zitat aus Andreas Salchers Artikel (Der Standard, 5./6.10.2019):

Ein absurdes „Besoldungsrecht“, das Überstundenmaximierung belohnt und engagierte Lehrer, die Beziehungsarbeit mit Schülern und Eltern leisen, benachteiligt: Trotz fast 14 Wochen Ferien und einem Halbtagsschulsystem haben Österreichs Lehrer 2016/17 insgesamt rund 5,3 Millionen bezahlte Überstunden geleistet. Das hat knapp 300 Millionen Euro gekostet. Besonders auffällig: Im Pflichtschulbereich wurden in Vorarlberg mit 365.000 in absoluten Zahlen fast gleich viele bezahlte Lehrerüberstunden abgerechnet wie im ungleich größeren Wien mit 375.000.

K.S.

03. Februar 2019

Miserables Weihnachts-Pädagogikpaket

Soeben ist bekannt geworden, dass in der Giftküche des Ministeriums unter dem Kürzel "iKPM" (für "individuelle Kompetenz- und Potenzialmessung") bereits das nächste aberwitzige Vorhaben brodelt: Der im Regierungsabkommen angedrohte "Talente-Check". Was in anderen Ländern mit 15/16 Jahren erfolgt, soll österreichischen Achtjährigen in der dritten Volksschulklasse zugemutet werden.

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03. Februar 2019

Der Mini-Numerus-Clausus

Zitiert aus

„Der Mini-Numerus-Clausus. Das Semesterzeugnis der vierten Klasse Volksschule entscheidet über die Gymnasialreife eines Kindes. Wann wird dieser Anachronismus abgeschafft?“ Barbara Toth im Falter 4/19.

Bildungsforscher Michael Bruneforth: „Im Extremfall haben wir in einer Klasse Schüler sitzen, die von ihrer Leistung her bis zu zweieinhalb Jahre auseinanderliegen. … Im Schnitt kann man davon ausgehen, dass ein Drittel um ein Lernjahr voraus ist und ein Drittel um ein Jahr hinten nach. … Wir müssen die bestehende Vielfalt im Schulsystem akzeptieren und bearbeiten. Homogenität durch Selektion zu schaffen ist eine Illusion!“.

27. August 2018

Bildungspolitik zwischen Bildungsregression und Vorgaberegimen

Androsch – Kapsch in Zitaten (aus Die Presse vom 22.8.2018)

"Man kann nur sagen, wir haben eine Bildungsregression, etwa bei der vorschulischen Betreuung", sagte Androsch.

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07. August 2018

Bildungspolitik, eine Türkis-blaue Bildungslücke

Die Regierung Kurz redet viel über die Reform des Sozialstaates. Gleichzeitig macht sie keine Anstalten, durch Bildungspolitik eine Entwicklung zu verhindern, die von künftigen Generationen jeweils ein Fünftel lebenslang von den Sozialsystemen abhängig machen könnte.

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03. Mai 2017

Die "Schulautonomie": guter Klang, wenig Effekt

Bemerkenswert klar Worte von Othmar Pruckner im "Trend"/ Nr. 18/2017: "Der größte Teil der Bewerber um eine Lehrstelle kommt aus der Neuen Mittelschule und der Polytechnischen Schule ..... In diesen Schulen sitzt, vor allem im städtischen Bereich, das untere Drittel der Gesellschaft. Hier sitzen die Abgehängten, die Außenseiter, die Sprösslinge der bildungsfernen Schichten. Hier sitzen Kinder von Asylanten und Migranten. ... Dieser Tage wird das 'Schulautonomiepaket' endverhandelt. Wie auch immer der Kompromiss aussieht: Eine ordentliche Schulreform wird das noch lange nicht."

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03. Mai 2017

Frühlingsblütenlese zur Schulreform

  • Initiativanträge zur Schulreform durch die Sozialpartner?
  • Gesamtschule im Zillertal?

Lt. Standard vom 7.4.2017 hat Wirtschaftskammer-Präsident Leitl zuletzt in den Raum gestellt, dass Abgeordnete der Sozialpartner im Parlament Initiativanträge zur Schulreform einbringen könnten, wenn die Regierung bis zum Sommer nichts weiterbringe.

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