Klaus Satzke 11. April 2019

Eben neu erschienen! Helmut Seel: „Brennpunkte der österreichischen Schulentwicklung – Rückblicke und Analysen“

Das Wissen um  die Probleme der Vergangenheit und der erfolgten Lösungsversuche vermittelt notwendige Einsichten für ein besseres Verständnis der aktuellen Fragen der Schulentwicklung und Bildungspolitik.  Im Allgemeinen wird das zwar kaum bestritten, die politische Praxis weist allerdings in eine gegenteilige Richtung. Die Auswirkungen dieser weit verbreiteten „Geschichtsvergessenheit“ bei den politisch Verantwortlichen und ihren Thinktanks sind jedenfalls nachhaltig negativ.  Es ergibt sich der Eindruck einer ständigen „Wiederkehr des Gleichen“, des „Sich-im-Kreis-Drehens“ und des Fehlens eines Gesamtkonzeptes.

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Helmut Seel 04. März 2019

Alles Gute zum Geburtstag!

Vor wenigen Tagen hat Helmut Seel seinen 86. Geburtstag gefeiert. Aus Anlass seines 85. Geburtstags erscheint demnächst - leider etwas verspätet - eine Publikation, die Brennpunkte der Schulentwicklung in der Ersten und Zweiten Republik benennt und durch Texte von Helmut Seel aus den vergangenen Jahren ergänzt und vertieft.  Das Lebenswerk von Helmut Seel ist eng mit der österreichischen Schulentwicklung und in besonderer Weise mit den Schulversuchen der 70er Jahre in der Ära Kreisky und unter Minister Sinowatz verbunden. Nachfolgend ein kurzes Zitat aus der demnächst erscheinenden Publikation, die die damalige Rolle von Helmut Seel beleuchtet:

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Helmut Seel 17. Februar 2019

Rettet die Mittelschule!

Bundesminister Dr. Faßmann gibt der Pflichtschulvariante  des Mittelstufenbereichs den schulwissenschaftlich richtigen Namen, den die ÖVP 1983 der reformierten Hauptschule noch verweigerte: „Mitteschule“.Es macht daher Sinn, wenn der Unterrichtsminister plant, die entsprechend  befähigten Schülerinnen und Schüler zusammenzufassen und in den Sprachen und in der Mathematik nach dem Lehrplanniveau der AHS-Unterstufe zu unterrichten. Leider ist Genaueres noch nicht bekannt: Generelle oder fachspezifische Gruppierung? Stabile Gruppen innerhalb des Klassenverbandes im Zweilehrer-System oder klassenverbandsübergreifende Leistungsgruppenbildung?

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Klaus Satzke 03. Februar 2019

Das Pädagogikpaket 2018: Worum es der neuen Bildungspolitik wirklich geht!

Das eigentliche Problem des Pädagogikpaketes sind auch nicht die vordergründigen im Paket ersichtlichen Veränderungen wie beispielweise die Ziffernnoten, sondern die klar erkennbare Tendenz zur punktuellen Überprüfung, zur Kontrolle und zur Intervention von oben. Wenn Minister Faßmann über Schulreife nachdenkt, dann geht’s es ihm offenbar nicht um ein differenziertes Fördern und Unterstützen eines Entwicklungsprozesses, sondern um eine schein-exakte Momentaufnahme (Schuleinschreibung) mit der Konsequenz der Zuweisung, Abweisung und Umlenkung.

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Willi Wolf 03. Februar 2019

Die Schuleingangsphase in der Grundschule 1998 – 2019

Auf der Grundlage der „Schulversuche zum Schuleingangsbereich“ wurde 1998 eine flexible Organisation der Volksschule im Bereich der Grundstufe I ermöglicht. Damit wurde  für Kinder der Grundstufe I ein höheres Maß an Flexibilität bezüglich der zur Verfügung stehenden Lernzeit geschaffen. Es steht aber außer Zweifel, dass dem Schritt von 1998 weitere hätten folgen sollten – allerdings nicht solche, wie sie mit dem Pädagogikpaket 2018 (BGBl. I Nr. 101/2018) nun Gesetz wurden und mit dem Schuljahr 2019/20 in Kraft treten werden. Allesamt Maßnahmen zuungunsten der Kinder. Barrieren, von denen man zu Recht glaubte, sie endgültig überwunden zu haben.

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Klaus Satzke 03. Februar 2019

Miserables Weihnachts-Pädagogikpaket

Soeben ist bekannt geworden, dass in der Giftküche des Ministeriums unter dem Kürzel "iKPM" (für "individuelle Kompetenz- und Potenzialmessung") bereits das nächste aberwitzige Vorhaben brodelt: Der im Regierungsabkommen angedrohte "Talente-Check". Was in anderen Ländern mit 15/16 Jahren erfolgt, soll österreichischen Achtjährigen in der dritten Volksschulklasse zugemutet werden.

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Klaus Satzke 03. Februar 2019

Der Mini-Numerus-Clausus

Zitiert aus

„Der Mini-Numerus-Clausus. Das Semesterzeugnis der vierten Klasse Volksschule entscheidet über die Gymnasialreife eines Kindes. Wann wird dieser Anachronismus abgeschafft?“ Barbara Toth im Falter 4/19.

Bildungsforscher Michael Bruneforth: „Im Extremfall haben wir in einer Klasse Schüler sitzen, die von ihrer Leistung her bis zu zweieinhalb Jahre auseinanderliegen. … Im Schnitt kann man davon ausgehen, dass ein Drittel um ein Lernjahr voraus ist und ein Drittel um ein Jahr hinten nach. … Wir müssen die bestehende Vielfalt im Schulsystem akzeptieren und bearbeiten. Homogenität durch Selektion zu schaffen ist eine Illusion!“.

Klaus Satzke 27. August 2018

Bildungspolitik zwischen Bildungsregression und Vorgaberegimen

Androsch – Kapsch in Zitaten (aus Die Presse vom 22.8.2018)

"Man kann nur sagen, wir haben eine Bildungsregression, etwa bei der vorschulischen Betreuung", sagte Androsch.

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Klaus Satzke 07. August 2018

Bildungspolitik, eine Türkis-blaue Bildungslücke

Die Regierung Kurz redet viel über die Reform des Sozialstaates. Gleichzeitig macht sie keine Anstalten, durch Bildungspolitik eine Entwicklung zu verhindern, die von künftigen Generationen jeweils ein Fünftel lebenslang von den Sozialsystemen abhängig machen könnte.

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Helmut Seel 29. Mai 2018

Weitermachen, Herr Bildungsminister! Das Mittelstufenproblem des österreichischen Schulsystems ist noch nicht gelöst!

Das Schulpaket, das Bildungsminister Faßmann im Ministerrat vorgetragen hat, umfasst wichtige schulpolitische Anliegen. Nun müssen den Worten Taten folgen.

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Helmut Seel 02. Februar 2018

Über den Niedergang der Pflichtschule der Sekundarstufe I

Im städtischen Bereich schreitet die negative Entwicklung der Pflichtschulvariante der Sekundarschulen voran. Die vom neuen Bildungsminister Faßmann angekündigte Einführung von „Deutschklassen“ für Migrantenkinder mit Defiziten in der Unterrichtssprache betrifft sicherlich größtenteil Schüler der Neuen Mittelschule im Großstadtbereich und reduziert diese auf einen Restbestand einheimischer Kinder mit ausgeprägten Lern- und/ oder Verhaltensstörungen.

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Helmut Seel 12. Dezember 2017

Bildungspolitik in der Krise

Das Paket "Eckpunkte Bildung" der kommenden schwarz-türkis-blauen Regierung kann man unter dem Aspekt des Weisheitsspruches „Die Berge haben gekreißt und ein Bildungs-Mäuschen wurde geboren“ sehen. Der große Wurf ist nicht gelungen. Vielmehr wird das Versagen eines Drittels der Pflichtschabsolventen im Lesen und in der Mathematik prolongiert.

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Klaus Satzke 30. November 2017

Bildungspolitische Beschäftigungstherapie

Das Bildungspaket -  eine merkwürde Mischung aus Dingen, die teils noch in der letzten Regierung geplant bzw. beschlossen wurden (Ausbau Ganztagsschulen, zweites Kindergartenjahr), aus der Zurücknahme von Regelungen, die die ÖVP noch vor wenigen Wochen gemeinsam mit der SPÖ und den Grünen beschlossen hat (Leistungsbeurteilung  in der Volksschule) sowie aus einigen rechts-populistischen Duftmarken, bei denen man nicht weiß, wie ernst sie gemeint sind.

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K. L. Satzke 22. November 2017

Wer setzt als Opposition die bildungspolitischen Initiativen – die NEOS oder die Sozialdemokratie?

Für unvoreingenommene Beobachter ist  kaum zu übersehen, dass das Schulwesen insbesondere im Mittelstufenbereich auf desaströse Zustände zusteuert. In dieser verfahrenen Situation macht es nachdenklich, dass ausgerechnet die neo-liberal angehauchten NEOS die einzigen sind, die – zumindest im Bereich der Diagnose und Prognose – eine klare und unmissverständliche Sprache sprechen. Man fragt sich angesichts dieses Diskussionsstandes, was die Position der nunmehrigen "großen" Oppositionspartei SPÖ ist.

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Elfriede Schmidinger 12. November 2017

Bildung im kommenden Koalitionsabkommen

Auch wenn Bildungsfragen im vergangenen Wahlkampf kein besonderes Gewicht hatten, ist zu wünschen, dass ihnen im kommenden Koalitionsabkommen eine bedeutsamere Rolle zukommt. Dies wird vor allem notwendig sein, wenn auch für die Zukunft zumindest der Erhalt des gegenwärtigen Wohlstands gesichert sein soll.

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