Helmut Seel 22. September 2016

Über die Lernresistenz der österreichischen Bildungspolitiker

Dem Schulsystem fehlt eine gemeinsame Schule für die Zehn- bis Vierzehnjährigen, eine Gesamtschule. Es handelt sich dabei nicht um einen Ladenhüter sozialdemokratischer Schulpolitik, sondern um eine Voraussetzung für Bildungschancengleichheit. Man kann sich noch an das Erstaunen der Tiroler Politiker erinnern, als im PISA-Test die Südtiroler „Scuola Media“ bessere Leistungen aufwies als das österreichische Sekundarschulsystem.

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Klaus Satzke 22. September 2016

Wifo-Chef Christof Badelt zur Gesamtschule:

"Es gibt natürlich auch in der Bildung Ineffizienzen. Wenn man hier Reformen setzt – etwa eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen mit ausgeprägter innerer Differenzierung, die Spitzenbegabungen massiv fördert und Kinder mit Schwächen individuell unterstützt – dann würde das unter dem Strich zwar mehr kosten, aber auch eine höhere Qualität bringen. Ich verstehe, dass jemand vehement das Gymnasium verteidigt, wenn es berechtigte Sorgen vor einer Nivellierung nach unten gibt."

Zitat aus “Die Presse“ v. 10.9.2016

Helmut Seel 18. September 2016

Sag mir, wo die Pläne sind, wo sind sie geblieben?

Die Unterrichtsministerin reduzierte in ihren aktuellen Aussagen die Schulautonomie letzthin auf die Möglichkeit, dass sich Schulleiter ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst aussuchen dürften. Schulautonomie kann aber nicht nur Autonomie für Schuldirektoren bedeuten. Ein anderes Bild der Schule wäre angemessener: der Lehrkörper einer Schule als autonome Arbeitsgemeinschaft, die sich ihren Leiter auf Zeit selbst wählt.

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Klaus Satzke 16. September 2016

Angekündigte Revolutionen …

WK-Präsident Christoph Leitl, ÖGB-Präsident Erich Foglar und IV-Chef Georg Kapsch fordern eine Bildungsrevolution.

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Klaus Satzke 05. September 2016

Eine glasklare Analyse, der nichts hinzuzufügen ist:

Zitat Andreas Salcher im Kurier vom 4.9.2016

„Die ohnehin nicht sehr ambitionierten Pläne zur Bildungsreform vom November des Vorjahres sind zu 95 Prozent (!) unerfüllt geblieben, obwohl es ganz genau Deadlines für die Umsetzung gibt. Die gesamte Energie der Entscheidungsträger ist in den Kampf um die Lehrer zwischen Bund und Ländern und die Prozentzahlen der Gesamtschulen in den Bildungsregionen gegangen. Ich kenne keinen relevanten Politiker, der unter vier Augen daran glaubt, dass es noch zu einer großen Bildungsreform kommen wird. Diese ist de facto abgesagt, das traut sich nur niemand zu sagen. Dass so wenig passiert, hat selbst mich überrascht. Ich appelliere jetzt an die Entscheidungsträger beider Regierungsparteien, dass sie das Thema der Schulorganisation abhaken sollen. Das ist ein Machtkonflikt, wo keiner einen Millimeter nachgeben wird und steckt die Energie in Reformen, die machbar sind. Aber auch hier muss man sich trauen, einige Tabus anzugehen.“

Helmut Seel 04. Juli 2016

Zentralmatura: Mehr Transparenz wäre dringend notwendig!

Im Hinblick auf die Entwicklung einer umfassenden Zentralmatura wurde das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt. Statt mit Prüfsystemen für die AHS-Langform zu beginnen, wäre ein Bildungsminimum in der Muttersprache, der grundständigen Fremdsprache und in der Mathematik zu definieren gewesen, ausgehend von den Reifeprüfungsergebnissen der BHS.

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Helmut Seel 03. Juli 2016

Streitfall Neue Mittelschule

Unterrichtsministerin Schmid hat 2008 Schulversuche mit einer „Neuen Mittelschule“  als gemeinsamer Schule für alle Zehn- bis Vierzehnjährigen eingeleitet. Stellt man die Organisationsformen der Hauptschule und der Neuen Mittelschule gegenüber, so zeigt sich in der Hauptschule eine stärkere Betonung der Selektionsfunktion. Eine Verbindung der beiden Konzepte könnte eine Lösung bieten.

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Klaus Satzke 03. Juli 2016

Der neue Grundsatzerlass „Politische Bildung“ – Ein Fortschritt?

Der neue Erlass zur Politischen Bildung orientiert sich zwar in wichtigen Punkten am Erlass von 1978, enthält in der vorliegenden Neufassung aber eine Reihe von Merkwürdigkeiten, Fragwürdigkeiten und Unklarheiten.

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K. L. Satzke 02. Juli 2016

Die unerledigten Hausaufgaben einer Mittelstufenreform

Das Angebot einer wohnortnahen, möglichst viele Bildungschancen eröffnenden und nachdrücklich qualitätsorientierten Mittelstufe hat hohe Dringlichkeit und durchaus politische Brisanz. Weitere 10 Jahre des Stillstands und der inhaltsleeren Wortgefechte werden kaum Akzeptanz finden!

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Helmut Seel 16. Juni 2016

Aus Bruchstücken ein Ganzes machen – Anregungen zur Schulreform für die neue Ministerin

Der neuen Ministerin ist viel Erfolg bei der Verwirklichung ihrer Ideen zu wünschen. Vielleicht macht ein Hammerschmied endlich Nägel mit Köpfen,ammerschmied Nägel mit Köpfen.

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Klaus Satzke 16. Juni 2016

Evidenzbasierte Bildungspolitik – Ja, aber …

Der Zugang der Ministerin zu ihrem neuen Aufgabenbereich ist zweifellos ambitioniert gemeint und gibt in mancher Beziehung Anlass zu Hoffnungen. Wer allerdings seine Politik in maßgeblicher Weise auf einer derartigen Unterlagen aufbauen will, der wird sich auch mit einigen Wenn und Aber auseinandersetzten müssen.

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Helmut Seel 16. Juni 2016

Funktionsbezogene Neugestaltung der Grundschule!

Zweifellos ist die hochschuldidaktische Neugestaltung der Primarschul-Lehrerbildung ein zentrales Anliegen. Es sollte jedoch auch über die Chancen der Neugestaltung der Organisationsform der Volksschule (Grundschule) nachgedacht und die traditionelle Rolle des Primarschullehrers als Klassenlehrer in einer Schulstufen-Klasse hinterfragt werden.

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Elfriede Schmidinger 07. Juni 2016

Anstehende Reform der Leistungsbeurteilung in der Grundschule

Im Nationalen Bildungsbericht 2015 wird der vollständige Ersatz der Notenbeurteilung für die 1. - 3. Schulstufe der Grundschule empfohlen. Leider scheiterte der Versuch der abgetretenen Bildungsministerin Heinisch-Hosek vor der Begutachtung, diese Lösung im Schulrechtspaket 2016 unterzubringen.

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Helmut Seel 10. Mai 2016

Der Nebel lichtet sich: Neue Befunde zur Neuen Mittelschule

Wieder einmal ist der Jubel über die erfolgreiche Neue Mittelschule ausgebrochen:  Mehr Schüler (41,5 %) traten 2014 in die weiterführenden höheren Schulen über als aus der Hauptschule (33,9 %)! Allerdings fällt bereits ein Schatten auf die Erfolgszahlen.

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Klaus Satzke 28. April 2016

Die Zentralmatura und eine merkwürdige Informationspolitik

Man sollte meinen, dass es nunmehr,  nach dem mehr oder weniger gelungenen gesamt-österreichischen Projektstart 2015 möglich sein sollte, wichtige Ergebnisse der Datenauswertung einigermaßen vollständig und übersichtlich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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