24. September 2021

Das Pädagogikpaket – ein toxischer Ladenhüter aus der türkis-blauen Regierungsperiode

Ende Juli berichteten „Der Standard“ und „Die Presse“ über einen Beratervertrag, den Bildungsminister Faßmann mit Matthias Strolz, vormals Neos-Obmann, abgeschlossen hat. Es geht um eine „Strategiebegleitung und ein Kommunikationskonzept zum Pädagogikpaket". Vielleicht sollte man sich in Erinnerung rufen: Damals (2017) wurden mit Ende der zweiten Schulstufe in der Volksschule die Ziffernnoten und das Sitzenbleiben wieder eingeführt.  Die gesamt Opposition, also SPÖ, die Grünen, das Pilz’sche Jetzt und die NEOS liefen im Parlament dagegen Sturm. Und jetzt hilft Strolz bei der Vermarktung!

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07. Juni 2021

Eine Lehrplanreform – von harmlos keine Spur!

Grünes Licht für eine umfassende Umstellung der Lehrpläne in Richtung Kompetenzkataloge! Nun droht im Schuleingangsbereich mit den Deutsch-Förderklassen und dem MIKA-Test eine Entwicklung, die sich dann in der 3. Schulstufe mit den „informellen Kompetenzmessungen“ (iKM+) fortsetzt. Die Aufnahmsprüfung von anno dazumal lässt grüßen!

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16. Januar 2021

“Teaching to the Test” und die Folgen einer Systemumstellung

Eine enge Fassung der Bildungsstandards und die unvermeidlich daran anschließenden Testverfahren führen auch zu einer Einengung der Bildungsziele und zu einer primären Ausrichtung des Unterrichtes am Testergebnis (Teaching to the Test). Das würde auch erklären, warum sich an der für das österreichische Bildungssystem typischen und wirklich katastrophalen Abhängigkeit der Schülerleistungen vom familiären Hintergrund nichts geändert hat. Hierzulande sind die Leistungen stärker vom sozioökonomischen Hintergrund abhängig als im OECD-Schnitt.


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29. November 2019

Ganztägige Schulangebote - Stimmt die Richtung?

Der Nationale Bildungsbericht ist eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des zuständigen Bildungsministers, die dem Parlament vorgelegt wird. Schon der Bildungsbericht 2015 hat auf die Probleme sehr deutlich hingewiesen, aber entsprechende Reaktionen blieben aus. Kein Wunder, wenn im aktuellen Bericht 2018 vom Eindruck einer  „gewissen bildungspolitischen Ignoranz“  gesprochen wird, die hinter dem offensichtlichen Nicht-Handeln zu vermuten ist.

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Klaus Satzke 03. Februar 2019

Das Pädagogikpaket 2018: Worum es der neuen Bildungspolitik wirklich geht!

Das eigentliche Problem des Pädagogikpaketes sind auch nicht die vordergründigen im Paket ersichtlichen Veränderungen wie beispielweise die Ziffernnoten, sondern die klar erkennbare Tendenz zur punktuellen Überprüfung, zur Kontrolle und zur Intervention von oben. Wenn Minister Faßmann über Schulreife nachdenkt, dann geht’s es ihm offenbar nicht um ein differenziertes Fördern und Unterstützen eines Entwicklungsprozesses, sondern um eine schein-exakte Momentaufnahme (Schuleinschreibung) mit der Konsequenz der Zuweisung, Abweisung und Umlenkung.

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02. Februar 2018

Über den Niedergang der Pflichtschule der Sekundarstufe I

Im städtischen Bereich schreitet die negative Entwicklung der Pflichtschulvariante der Sekundarschulen voran. Die vom neuen Bildungsminister Faßmann angekündigte Einführung von „Deutschklassen“ für Migrantenkinder mit Defiziten in der Unterrichtssprache betrifft sicherlich größtenteil Schüler der Neuen Mittelschule im Großstadtbereich und reduziert diese auf einen Restbestand einheimischer Kinder mit ausgeprägten Lern- und/ oder Verhaltensstörungen.

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12. Dezember 2017

Bildungspolitik in der Krise

Das Paket "Eckpunkte Bildung" der kommenden schwarz-türkis-blauen Regierung kann man unter dem Aspekt des Weisheitsspruches „Die Berge haben gekreißt und ein Bildungs-Mäuschen wurde geboren“ sehen. Der große Wurf ist nicht gelungen. Vielmehr wird das Versagen eines Drittels der Pflichtschabsolventen im Lesen und in der Mathematik prolongiert.

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05. September 2017

Schul- und Bildungspolitik im Wahlprogramm der SPÖ – Reparaturmaßnahmen reichen nicht!

Mit den Kapitel Bildung / Schule im Wahlprogramm der SPÖ liegt ein Konzept auf dem Tisch, das auf zusätzlichen finanziellen und personellen Maßnahmen beruht (also ein weiteres Mal ein Input-Modell) und dessen Ziel Reparaturmaßnahmen sind. Reparaturmaßnahmen sind unbestritten notwendig, aber wo ist die längerfristige Perspektive?

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Helmut Seel 24. August 2017

Gedanken zur Novellierung des Universitätsstudienrechts

Im  breiten Feld der Natur- und Geisteswissenschaften ist die Limitierung von Studienplätzen wesensfremd. Die SPÖ besteht zu Recht auf den freien Zugang zu allen Studien an den Universitäten. Den ersten Vorstoß der ÖVP dagegen konnte man durch den Beschluss der globalen Universitätenfinanzierung im derzeitigen „freien Kräftespiel“ im Nationalrat unterlaufen. Den neuerlichen Vorstoß des Wissenschaftsministers sollte man jedoch im Trubel des Wahlkampfs nicht übersehen.

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23. Juli 2017

Das Schulreformpaket der Regierung: Anstoß zu einem Musterwechsel?

Die Schwerpunkte des Schulreformpakets 2017 haben durchaus das Zeug für einen bildungspolitischen Musterwechsel, wenn die Reform nicht auf halbem Weg steckenbleibt oder zu einer Schmalspurvariante verkommt.

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06. Juli 2017

Modellregionen und die verfahrene Schulsituation im großstädtischen Bereich

Es ist schon bemerkenswert, wie die Bildungspolitik die Probleme in diesem Bereich seit Jahren schlicht und einfach negiert, obwohl nun auch in einer breiteren Öffentlichkeit – spät aber doch – die unhaltbare Situation in den sogenannten Brennpunktschulen diskutiert wird

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Helmut Seel 02. Juli 2017

Da ist uns doch etwa in den Schoß gefallen!

Der Beharrlichkeit der Grünen ist es zu verdanken, dass die Schulreform 2017 doch noch eine bildungspolitisch relevante Perspektive erhalten hat. Großflächige Schulversuche mit der  Gesamtschule werden in Zukunft möglich sein.  Die kleineren Bundesländer können zur Gänze als  Versuchsregion geführt werden.

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Helmut Seel 10. April 2017

Zehn Jahre Schulpolitik unter sozialdemokratischer Leitung

Langfassung mit den Abschnitten „Bildungspolitischer Hintergrund“, „Die Neue Mittelschule“, „Die Reform der Lehrerbildung“, „Aufbau von Kontrollsystemen“ und „Perspektiven“.

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Helmut Seel 11. März 2017

Zehn Jahre Schulpolitik unter sozialdemokratischer Leitung (Kurzfassung)

2006 wurde der neoliberale Kurs im Bildungswesen fortgesetzt, der 2002 (in der Zeit der FPÖ-ÖVP-Koalitionsregierung) die Privatisierung der Universitäten gebracht hatte. Dazu zählt auch die Einführung der „Bildungsstandards“ für die 4. und die 8. Schulstufe 2008 und die Einrichtung der „Zentralmatura“. Das Wort “Gesamtschule" spricht aktuell niemand aus, es ist zum „Unwort“ der Bildungspolitik geworden.

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Klaus Satzke 02. März 2017

Schulreform – ein Papiertiger?

Die Bertelsmann-Stiftung erwartet vom angekündigten Ausbau von Gesamtschulen in Österreich positive Effekte. Das Projekt „Modell-Region-Paket, Schule der 6 – 14-Jährigen“ hat aber bekanntermaßen noch völlig unklare Konturen und ist darüber hinaus bis heute ein reines Papierprodukt der Koalitionsregierung geblieben. Ersetzt das Ankündigen die Reform?

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